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    Die Jahre, bevor in Europa die Lichter ausgingen, sind merkwürdig unterbelichtet geblieben. Kein deutscher Erzähler, mit Ausnahme von Thomas Mann, hat uns einen großen Gesellschaftsroman hinterlassen, der uns diese reiche, ahnungslose, schwer begreifliche Zeit fühlbar machen könnte. Nicht zufällig ist es eine Emigrantin, gebürtig in Berlin, aufgewachsen zwischen Deutschland, Frankreich und England, die diese Lücke geschlossen hat. Vertraut mit der Atmosphäre der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, mit dem jüdischen Großbürgertum Berlins ebenso wie mit dem badischen Landadel, entwirft Sybille Bedford ein Diorama dieser fernen Welt. Auf brillante Weise verbindet sie Elemente des Bildungs- und des Familienromans mit der politischen Kolportage. Boom und Ruin, Antisemitismus und Kulturkampf, militärischer Wahn und liberales Aufsteigertum bilden den historischen Hintergrund der Romanvolage dieses Hörbuches, dessen Handlung ein halbes Jahrhundert umspannt. Julius von Felden, der Vater der Erzählerin, ist ein adeliger Kosmopolit, der das wilhelminische Preußen verabscheut und mit stoischer Würde den Schicksalsschlägen und Skandalen begegnet, mit welchen die Epoche ihn belästigt. Seiner Tochter kommt ein erstaunliches autobiographisches Gedächtnis zugute, das, auf beinah Proustsche Weise, die sprechenden Details einer verlorenen Zeit bewahrt hat...
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    Die Jahre, bevor in Europa die Lichter ausgingen, sind merkwürdig unterbelichtet geblieben. Kein deutscher Erzähler, mit Ausnahme von Thomas Mann, hat uns einen großen Gesellschaftsroman hinterlassen, der uns diese reiche, ahnungslose, schwer begreifliche Zeit fühlbar machen könnte. Nicht zufällig ist es eine Emigrantin, gebürtig in Berlin, aufgewachsen zwischen Deutschland, Frankreich und England, die diese Lücke geschlossen hat. Vertraut mit der Atmosphäre der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, mit dem jüdischen Großbürgertum Berlins ebenso wie mit dem badischen Landadel, entwirft Sybille Bedford ein Diorama dieser fernen Welt. Auf brillante Weise verbindet sie Elemente des Bildungs- und des Familienromans mit der politischen Kolportage. Boom und Ruin, Antisemitismus und Kulturkampf, militärischer Wahn und liberales Aufsteigertum bilden den historischen Hintergrund des Romans, dessen Handlung ein halbes Jahrhundert umspannt. Julius von Felden, der Vater der Erzählerin, ist ein adeliger Kosmopolit, der das wilhelminische Preußen verabscheut und mit stoischer Würde den Schicksalsschlägen und Skandalen begegnet, mit welchen die Epoche ihn belästigt. Seiner Tochter kommt ein erstaunliches autobiographisches Gedächtnis zugute, das, auf beinah Proustsche Weise, die sprechenden Details einer verlorenen Zeit bewahrt hat. Sybille Bedford: Ein Vermächtnis. Roman. Aus dem Englischen von Reinhard Kaiser. Die Andere Bibliothek, Band 223, Erstausgabe Frankfurt am Main, 2003; Sonderausgabe 2013 © AB - Die Andere Bibliothek GmbH & Co. KG, Berlin 2013.
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    Hören Sie in dieser Ausgabe:- Schätze des Bazars. Deutschland ist ein Gewinner der Globalisierung. Es glaubt nur keiner. Von Uwe Jean Heuser. - Das Opium der Partei. Die Berliner Sozialdemokraten führen einen Kulturkampf gegen den Religionsunterricht. Von Robert Leicht. - Ein Weltgesamtkunstwerk. Liberal oder konservativ? Diesem Etikettendenken darf sich der neue Papst nicht ausliefern. Von Jan Ross. - Harte Zeiten für schnelle Autos. Rußpartikel, Kraftstoffpreise, Kohlendioxid: Den Fahrzeugherstellern drohen Tempolimits und schärfere Grenzwerte. Von Fritz Vorholz. - Eine Fliege für die Liebe. Seit zwölf Jahren erforscht er Kleingetier. Nun hat Frank Dziock mitten in Deutschland eine neue Schwebfliegenart entdeckt. Von Stefanie Schramm. - Stimmt's? Trinker und Pinkler. Fragt mich die Schwiegermutter des Sohnes: Trinken Fische Wasser? Erst stutze ich, dann antworte ich: Klar doch! (Wilfried Ermel, Heusenstamm) Christoph Drösser antwortet. - Eine Hochzeit und drei Todesfälle. Das Fernsehen und die Experten. Von Christof Siemes. - Das Letzte. Von Finis. - Ich habe einen Traum. Annette Humpe:»Mein Sohn Anton leidet an den Folgen eines Unfalls, er kann seinen rechten Arm nicht normal bewegen. In meinem Traum fliege ich mit ihm zu einem Heiler in Neuseeland. Er macht ihn gesund.« Aufgezeichnet von Jörg Böckem. - In Gemüse veritas. Harald Martenstein isst Bärlauch und versteht Deutschland. Von Harald Martenstein.
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    Die Jahre, bevor in Europa die Lichter ausgingen, sind merkwürdig unterbelichtet geblieben. Kein deutscher Erzähler, mit Ausnahme von Thomas Mann, hat uns einen großen Gesellschaftsroman hinterlassen, der uns diese reiche, ahnungslose, schwer begreifliche Zeit fühlbar machen könnte. Nicht zufällig ist es eine Emigrantin, gebürtig in Berlin, aufgewachsen zwischen Deutschland, Frankreich und England, die diese Lücke geschlossen hat. Vertraut mit der Atmosphäre der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, mit dem jüdischen Großbürgertum Berlins ebenso wie mit dem badischen Landadel, entwirft Sybille Bedford ein Diorama dieser fernen Welt. Auf brillante Weise verbindet sie Elemente des Bildungs- und des Familienromans mit der politischen Kolportage. Boom und Ruin, Antisemitismus und Kulturkampf, militärischer Wahn und liberales Aufsteigertum bilden den historischen Hintergrund des Romans, dessen Handlung ein halbes Jahrhundert umspannt.Julius von Felden, der Vater der Erzählerin, ist ein adeliger Kosmopolit, der das wilhelminische Preußen verabscheut und mit stoischer Würde den Schicksalsschlägen und Skandalen begegnet, mit welchen die Epoche ihn belästigt. Seiner Tochter kommt ein erstaunliches autobiographisches Gedächtnis zugute, das, auf beinah Proustsche Weise, die sprechenden Details einer verlorenen Zeit bewahrt hat. Wie genau sich der ebenso spannende wie komplexe Roman an die historische Realität hält, geht aus einem Dossier hervor, das Reinhard Kaiser zusammengestellt hat und das mit überraschenden Funden aufwartet. In England gilt A Legacy seit langem als ein Klassiker der Moderne.
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    WIE VIKTOR ORBÁN FREIHEIT, DEMOKRATIE UND RECHTSSTAATLICHKEIT UNGARNS AUSGEHÖHLT HAT In Ungarn findet ein auf allen Ebenen der Gesellschaft und Politik ausgetragener Kulturkampf statt. Die Gegner sind ein von Viktor Orbán immer autoritärer geführter, immer rücksichtsloser agierender Staat und eine immer schwächer werdende liberale Opposition. Die Machtverhältnisse sind so ungleich, die Entrechtung der innenpolitischen Gegner so skrupellos und effektiv, dass man kaum noch auf eine Rückkehr zu rechtsstaatlichen und freiheitlichen Verhältnissen zu hoffen wagt. Wenn man in einem freiheitlichen Land politische Verhältnisse mit dem Wort «System» beschreibt, denkt man an Despotie und Tyrannei. Für die Machthaber in Ungarn ist der Begriff «System» seit dem Triumph der Fidesz-Partei unter ihrem Führer Viktor Orbán eine honorige Bezeichnung für ihre antidemokratischen Ziele und ihre unterdrückerischen Methoden geworden. Das «System Orbán» könnte ein Zyniker vielleichtals «diskursfreie Demokratie» bezeichnen. Es stützt sich - abgesehen von den Fidesz-Parteigängern - auf die Enttäuschten, die Zurückgesetzten und Zukurzgekommenen und bietet ihnen das zur Staatsraison erhobene Prinzip der NATIONALEN ZUSAMMENARBEIT. Dessen Kern besteht aus christlich grundiertem, nationalkonservativem und letztlich autoritärem Denken. Die Entwicklung, die Europa in Ungarn mit wachsendem Entsetzten beobachtet, ist ein rechtsnational gesteuerter Kollaps aller Werte einer liberalen Demokratie. WIe sich dieser Kollaps vollzieht, wird von György Dalos anhand zahlreicher Beispiele anschaulich beschrieben und präzise analysiert.György Dalos über den Aufbau und Erfolg antidemokratischer Strukturen in Ungarn Das System Orbán ist fatal erfolgreich: Unbequeme Oppositionelle und linksliberale Kräfte im Kulturbereich werden in der Bedeutungslosigkeit entsorgt Die Opposition ist in einer verzweifelten Lage
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    Zweifellos ist die westliche Welt seit dem radikalen Epochenwechsel 1989 von einer noch tiefergehenden Entzweiung gezeichnet als es uns der medial inszenierte Kulturkampf weismachen möchte. Vielmehr haben wir es mit der scheinbar paradoxen Allianz zu tun, in der sich ein weltumspannender neoliberaler Kapitalismus im Gleichschritt mit einem humanitaristischen Moraluniversalismus eines längst ökonomistisch verbildeten Globalistenlagers zur allmächtigen Instanz erhebt. Letzteres verkörpert dabei idealtypisch jene gewünschten ortlosen, von familialen wie staatlichen Bindungen an Geschichte und Kultur weitgehend losgelösten Individuen. Ihrer einmütigen Losung: »No borders!« wird hier überzeugend die anthropologisch begründete Dialektik von Grenzsetzung und Grenzüberschreitung entgegengestellt. Dieser Entwicklung förderlich war auch der Wandel im Rollenverständnis der Geschlechter, der zu einer folgenreichen Feminisierung der westlichen Gesellschaften führte. Am deutlichsten zeigt sich das in der konsequent praktizierten Übertragung einer ursprünglich familial geprägten Ethik auf eine abstrakte »Menschheit«. Die damit verbundene Idealisierung des Fremden geht einher mit einer fast schon pathologisch anmutenden Abwertung des Eigenen und traditioneller kultureller Prägungen. Diese bewusste Selbstschwächung des säkularen Westens bietet somit einer politischen Religion wie dem Islam durch gewährte Masseneinwanderung aus islamischen Ländern eine geradezu fahrlässige Einflussnahme, die wenig integrativ uns mit neuen Formen des Antisemitismus und rückschrittlichen Haltungen konfrontiert. Friedrich Pohlmann zeichnet präzise jene einwirkenden Kräfte nach, die zur sozialen und mentalen Transformation der Weltbilder im Westen und mit kompensatorischer Schärfe in Deutschland geführt haben. Gerade der allgegenwärtig eingeübte Konformismus aus Furcht vor gesellschaftlicher Ächtung durch ein Sprachregime politischer Korrektheit - mit ihrer Instrumentalisierung alles Minoritären - erfordert Mut im physischen wie moralischen Sinn. Der Autor erweist sich dabei als entschiedener Vertreter der parrhesia, der mutigen öffentlichen Rede. Widerstand zu leisten, besonders in der gegenwärtigen Situation eines quasi Ausnahmezustandes im »Reich der großen Lüge«, erscheint ihm als unabdingbares bürgerrechtliches Gebot.
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    »War beides nicht doll, das eine aber weniger böse als das andere, nämlich eigentlich gar nicht, nur suboptimal realisiert.« So oder ähnlich lautet das heutige Klischee über die zwei großen ideologiebasierten Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Einen Vergleich von beiden, bei dem am Ende das Klischee nicht wieder rauskommt, verbietet die politische Korrektheit. Lothar Fritze, kundiger Totalitarismusforscher, wagt es dennoch und blickt tief hinein in das Denken der beiden Herrschaftssysteme, ihre Weltanschauung, ihre Utopien und - heißestes Eisen - ihre Moral (denn auch die Nazis hatten eine). Was er dabei zutage fördert, verdeutlicht wesenhafte Unterschiede zwischen den beiden Antagonisten, rückt sie aber auch so dicht zusammen, daß teils kein Blatt dazwischen paßt. Sowohl ihre Zielstellung, die bestehende gesellschaftliche und staatliche Ordnung zugunsten einer neuartigen, »besseren« zu beseitigen, wie die dabei eingesetzten Methoden und Mittel waren versippt. Hammer/Sichel und Hakenkreuz erweisen sich als überraschend verwandte Insignien. Die Herrschaftssysteme des Kommunismus und des Nationalsozialismus treten als ideologiegeleitete Diktaturen auf. Hinsichtlich ihrer Zielstellung, die jeweils bestehende staatliche und gesellschaftliche Ordnung zu beseitigen und eine gänzlich neuartige, bessere aufzubauen, sowie der dabei eingesetzten Mittel und Methoden erscheinen sie als Zwillingsbrüder; hinsichtlich der inhaltlichen Ausrichtung ihrer Ideologien, insbesondere ihrer politischen und moralischen Grundauffassungen, sind sie Antipoden. Im Buch werden wesentliche Aspekte dieser Ideologien dargestellt und einem Vergleich unterzogen. Der im Westen gegenwärtig ausgetragene Kulturkampf ist in seinem weltanschaulichen Gehalt eine Auseinandersetzung zwischen denselben konträren und doch gleichermaßen partiell berechtigten politisch-moralischen Grundorientierungen, deren Konfrontation schon das 20. Jahrhundert prägte. Im Kampf um die kulturelle Hegemonie verfolgt die derzeit dominierende, politisch links orientierte Elite das Ziel, diejenige politisch-moralische Grundauffassung, die in Gestalt der Ideologie des Nationalsozialismus eine konkrete, aber keineswegs notwendige Ausformulierung erlangte, mit der nationalsozialistischen Ideologie gleichzusetzen und sie damit - trotz ihrer lebenspraktischen Unaufgebbarkeit - zu desavouieren und deren Vertreter unter den politischen Gegnern mundtot zu machen.
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    "Eine Satire voller Verve, Witz und Wut." - Daniel KehlmannApplaus erfüllt den Saal, als Charlotte zum Podium hochsteigt. Gerade wurde verkündet, dass sie als Erste aus ihrem 900-Seelen-Dorf ein Stipendium für die Dupont University erhält. Endlich wird das hoch begabte Mädchen in den Olymp des Wissens aufgenommen. Doch statt des ersehnten Lebens in einer Welt des Geistes findet sie sich in einem Mahlstrom aus Saufgelagen und sexuellen Ausschweifungen.ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS ist ein brillanter Campusroman voller polemischer Spannung, Witz und Verve - und eine aktuelle Bestandsaufnahme des janusköpfigen Amerika, in dem die konservativen Kräfte gegen die liberalen antreten."Charlotte, du bist dazu bestimmt, Großes zu tun', prophezeit ihr die Lehrerin. Und das hübsche Mädchen vollbringt Großes: Sie schließt die Highschool in ihrem winzigen Nest in den Blue Ridge Mountains als Beste ab und erhält ein Stipendium für Dupont in Pennsylvania. Charlotte ist überglücklich, endlich darf sie in das Paradies der Gelehrsamkeit ziehen. An dieser bedeutendsten Universität des Landes wird sie erstmals auf Gleichgesinnte treffen, die wie sie die Welt zu durchdringen suchen. Doch kaum hat sie voller Idealismus ihr Studium begonnen, wird ihr klar, was an diesem Olymp des Wissens wirklich zählt: schicke Klamotten, sich bis zur Besinnungslosigkeit besaufen und natürlich Sex. In ihrer Naivität hätte Charlotte das nie für möglich gehalten, denn sie - ganz die Tochter ihrer religiösen Mutter - ist selbstverständlich noch Jungfrau. Doch schon bald umwerben sie drei Männer: ein verkopfter 'Nerd', der die Welt revolutionieren möchte; ein 'Anabolika-Trottel", der einzige weiße Basketballspieler im Uni-Team; und ein auf seinen Vorteil bedachter Schönling. Charlotte erwählt den Falschen - und braucht lange, um wie ein Phönix aus der Asche ihres Selbstverlusts aufzusteigen.Tom Wolfe, Amerikas Mr. Zeitgeist, legt in diesem rasanten und überaus amüsanten Campusroman den gegenwärtig in den USA tobenden Kulturkampf zwischen dem Konservatismus im Süden und dem Liberalismus an der Ost- und Westküste bloß, präzise , schonungslos und voller Allgemeingültigkeit. ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS ist nichts weniger als eine 'Great American Novel', verfasst in einer atemlos genialischen Sprache."Eine Satire voller Verve, Witz und Wut." - Daniel Kehlmann"Tom Wolfes Stil strahlt Vitalität, eine humorvolle Lebhaftigkeit und einen Genuss am Streit aus." - Frankfurter Rundschau"Tom Wolfe ist so brillant wie eh und je." - Süddeutsche Zeitung."Eine Satire voller Verve, Witz und Wut." Daniel KehlmannApplaus erfüllt den Saal, als Charlotte zum Podium hochsteigt. Gerade wurde verkündet, dass sie als Erste aus ihrem 900-Seelen-Dorf ein Stipendium für die Dupont University erhält. Endlich wird das hoch begabte Mädchen in den Olymp des Wissens aufgenommen. Doch statt des ersehnten Lebens in einer Welt des Geistes findet sie sich in einem Mahlstrom aus Saufgelagen und sexuellen Ausschweifungen. ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS ist ein brillanter Campusroman voller polemischer Spannung, Witz und Verve - und eine aktuelle Bestandsaufnahme des janusköpfigen Amerika, in dem die konservativen Kräfte gegen die liberalen antreten."Charlotte, du bist dazu bestimmt, Großes zu tun", prophezeit ihr die Lehrerin. Und das hübsche Mädchen vollbringt Großes: Sie schließt die Highschool in ihrem winzigen Nest in den Blue Ridge Mountains als Beste ab und erhält ein Stipendium für Dupont in Pennsylvania. Charlotte ist überglücklich, endlich darf sie in das Paradies der Gelehrsamkeit ziehen. An dieser bedeutendsten Universität des Landes wird sie erstmals auf Gleichgesinnte treffen, die wie sie die Welt zu durchdringen suchen. Doch kaum hat sie voller Idealismus ihr Studium begonnen, wird ihr klar, was an diesem Olymp des Wissens wirklich zählt: schicke Klamotten, sich bis zur Besinnungslosigkeit besaufen und natürlich Sex. In ihrer Naivität hätte Charlotte das nie für möglich gehalten, denn sie - ganz die Tochter ihrer religiösen Mutter - ist selbstverständlich noch Jungfrau. Doch schon bald umwerben sie drei Männer: ein verkopfter "Nerd", der die Welt revolutionieren möchte; ein "Anabolika-Trottel", der einzige weiße Basketballspieler im Uni-Team; und ein auf seinen Vorteil bedachter Schönling. Charlotte erwählt den Falschen - und braucht lange, um wie ein Phönix aus der Asche ihres Selbstverlusts aufzusteigen. Tom Wolfe, Amerikas Mr. Zeitgeist, legt in diesem rasanten und überaus amüsanten Campusroman den gegenwärtig in den USA tobenden Kulturkampf zwischen dem Konservatismus im Süden und dem Liberalismus an der Ost- und Westküste bloß, präzise , schonungslos und voller Allgemeingültigkeit. ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS ist nichts weniger als eine "Great American Novel", verfasst in einer atemlos genialischen Sprache.
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    Intrigen. Verrat. Ein Geheimnis - Eine abenteuerliche Recherche hinter den Kulissen von Vatikan und MalteserordenAufruhr im Malteser-Ritterorden: Seit den Kreuzzügen versteht der Orden sich als starker Arm der Kirche. Doch 2017 wird zum ersten Mal in seiner fast tausendjährigen Geschichte der Großmeister vom Papst persönlich aus dem Amt kommandiert. Als Ordensfürst Matthew Festing seinen Palast in Rom räumen muss, ist das nur der Gipfel einer Affäre, die weit über die Kirchenwelt hinaus für Schlagzeilen sorgt. Im Orden, der sich eigentlich dem Kampf gegen das Elend dieser Welt verschrieben hat, ist damit eine jahrelang schwelende Krise um Freimaurer, Kondome, Offshore-Millionen und die Macht in Rom vollends eskaliert.Als die Geschichte sich zum Stellvertreterkrieg zwischen Papst Franziskus und seinen Gegnern in der Weltkirche ausweitet, kommt es zur epischen Konfrontation zwischen Malteserorden und Vatikan - den beiden kleinsten Staaten der Erde und zugleich den ältesten, souveränen Bastionen der westlichen Christenheit. Ein Kulturkampf, in dem es um Abschottung und Öffnung, Treue und Ungehorsam und das Wesen echter Ritterschaft geht und letztendlich um die große, umkämpfte Frage des Christentums: Wer sind wir und wer sollen wir sein?Der Journalist Constantin Magnis, dessen Familie seit Generationen im Orden vertreten ist, obwohl er selbst nie Mitglied wurde, ist dem rätselhaften Kirchenkrimi in einer zweijährigen Recherche auf den Grund gegangen. Seine investigative Reise durch die Parallelwelten englischer Landsitze, diskreter Herrenclubs, römischer Paläste und vatikanischer Hinterzimmer führt schließlich zum größten Geheimnis des weltweit ältesten, existierenden Ritterordens.»Brilliant geschrieben, mit Witz und zurückgehaltenem Zorn zugleich.« (Klaus Mertes, Stimmen der Zeit 03/2021)»Die Welt vatikanischer Hinterzimmer, römischer Paläste, erlesener Gesellschaften (...) eine Welt, von der die meisten Katholiken ahnen, dass es sie gibt, aber nur eine vage Vorstellung von ihr haben.« (Herder Korrespondenz, 02/2021)»Eine Darstellung der Ereignisse (...) die bezüglich Spannung und Kurzweiligkeit keinen Vergleich mit einem Thriller zu scheuen braucht.« (OE24.AT, 14.01.2021)»Ich habe "Gefallene Ritter" an einem einzigen Abend regelrecht verschlungen« (Alexander Marguier, Cicero - Magazin für politische Kultur, 18.12.2020)»Ein spannendes und detailreiches Buch über den Orden, seine Intrigen und Probleme.« (BR online, 11.12.2020)»Es liest sich wie der jüngste Roman von Dan Brown, ist aber ein sorgfältig recherchiertes Sachbuch.« (Jo Schück, Sachverstand Podcast, 07.12.2020)»Unterhält auf jeder Seite und bringt den Leser bald dazu, sich zu fragen, ob man hier eigentlich noch ein Sachbuch liest oder schon einen Kriminalroman.« (Blog Benedikt Bögle, 24.11.2020)»Ein buntes und kontrastreiches Bild des Ordens von innen, bei dem nicht nur die Charakterzüge, Stärken und Schwächen der Handelnden herausgearbeitet werden, sondern unzählige Details den Leser mit ins Geschehen hineinnehmen« (Tagespost, 16.11.2020)»Das Buch liest sich einfach sehr gut.«(Léa Burger - SRF - Schweizer Radio und Fernsehen, 15.11.2020)
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    Wenn eine Pandemie in Europa Hunderttausende tötet und Millionen krank macht, und wenn die staatlichen Gegenmaßnahmen ungezählte ökonomische Existenzen ruinieren - ist das dann nur schlecht? Nein! Vor allem wenn sie zu einer Zeit grassiert, in der die andere Großkatastrophe "Klimakrise" schon längst ausgerufen ist. Die Wirtschaftsmächte der EU führen vor, wie im besten aller Systeme sogar eine solche globale Doppelkrise ihren höheren Sinn erhält: Sie machen die Pandemiebekämpfung zum Auftakt dafür, mit der Waffe europäischen Kredits unter dem Titel "Grüne Wende" eine neue Runde Konkurrenz um Weltmarkt und Weltgeld einzuleiten. Nach welcher Logik und mit welchen Mitteln, das erklärt der Artikel über die "Coronabonds". Was haben das in den USA unter dem Titel "Build Back Better" verkündete gigantischste ökonomische Aufrüstungsprogramm aller Zeiten und der immer heftiger werdende inneramerikanische Kulturkampf um Fragen wie Abtreibung oder Rassen- und Rassismustheorien miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nichts, aber für die Weltmacht, ihre Führung und ihr Volk offenbar sehr viel. Woran also leiden die USA tatsächlich und warum kommen ihre Führer so zielstrebig darauf, dass sie sich um die "Seele Amerikas" zu kümmern haben. Welche Frage stellt sich, wenn internationale Gaslieferanten ihr Gas von Europa weg nach Asien umleiten und zusammen mit Spekulanten am "Spotmarkt" die Preise nach oben treiben? Kein Zweifel: "Lässt Putin uns im Winter frieren?" Zwar lässt er Gazprom weiter die vereinbarten Mengen nach Europa pumpen, aber der Öffentlichkeit liefert die in der Frage steckende anti-russische Hetze alle wesentlichen Auskünfte über den europäischen Gasmarkt und über die politisch brisanten europäisch-russischen Gas- und sonstigen Beziehungen. Bild kümmert sich unterdessen getrennt von der genauen Antwort rührend um ihre Leserschaft, die auf jeden Fall ihre liebe Not mit der "TEUER-WELLE" haben, die ihnen deutsche Gasversorger einbrocken. Die beiden Artikel befassen sich mit der imperialistischen Sache und der patriotischen Verarbeitung fürs Bild-Volk. Woran fühlt sich die deutsche Öffentlichkeit angesichts des Elends und der Gewalt in Afghanistan erinnert, das sie aus Anlass des westlichen Militärabzugs glatt mal wieder ein paar Tage zur Kenntnis nimmt? Richtig - an "Saigon!". Weil sie den Erfolg zwanzigjähriger Betreuung vermisst, der ihren Ordnungsansprüchen genügen würde und damit die Opfer rechtfertigen könnte, siedelt sie den "Afghanistan-Einsatz" gleich nur noch "Zwischen Scheitern und Versagen" an. Eine Gegendarstellung. Gibt es in solchen schweren Zeiten wenigstens Pioniere mit Zukunftsvisionen, die anpacken und damit Erfolg haben, weil sie an sich und ihre gute Mission glauben? Auf jeden Fall! Elon Musk ist momentan der größte von ihnen. An ihn glaubt nämlich einstweilen das Finanzkapital und macht ihn zum reichsten Mann der Welt. Warum? Weil er sich die profitträchtige Elektrifizierung des globalen Auto-Wahnsinns vornimmt. Mit Auto-Fabriken, die er selber als "Hölle der Produktion" bezeichnet. Ein polit-ökonomisches Porträt dieses kapitalistischen Helden.
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